Über die Bedeutung



Ihr Herzen. Heute ein ziemlich persönlicher Einblick in mich und die Beziehung zu meinen Projekten. Nicht um zu jammern, sondern einfach, um einen Gedanken zu teilen. Und vielleicht jemanden zu erreichen, der diese Gefühle verstehen kann.

In letzter Zeit habe ich viel über die Kernstaub-Reihe nachgedacht. Gerade jetzt, wo ich an "Die Schöpfer der Wolken" schreibe, das so vollkommen anders ist, ist mit klar geworden, was für eine Bedeutung das Kernstaub-Universum inzwischen für mich hat.

Ich schreibe jeden meiner Romane mit vollkommener Leidenschaft, all meiner Fantasie und all meinen absolut verrückten Ideen. Aber während die Nebenprojekte für mich vor allem dem Spaß und der Faszination fremder Welten dienen, ist Kernstaub doch anders.

Es ist, als wäre es nicht nur das epischste Projekt, das ich je schreiben durfte, es ist für mich auch eine Sammlung all meiner kleinen Wahrheiten. All meiner Tiefe und all meiner verborgener Gedanken. 
Kernstaub ist seltsam. Das weiß ich. Es entspringt nicht nur meinem Bestreben, ein Werk zu schaffen, das mich in all meinen Höhen und Tiefen auffangen könnte, ich wollte gleichzeitig meine Gedichte, die ich damals noch schrieb, mit einer Romanform in Einklang bringen. Ich wollte - nur für mich - ein neues Genre erschaffen. 
Marketingtechnisch ziemlich blöd, aber darum ist es mir nie gegangen.
Das fertige Werk ist für mich nicht perfekt, aber in meinen Augen noch immer das gewaltigste, das ich je zu schaffen gewagt habe. 

Man liebt den Stil, oder man hasst ihn. Ebenso wie die Charaktere, bis hin zum letzten Nebencharakter. Fremde Dimensionen, in denen sich Menschen zu Quallen verwandeln, Bäume sprechen, Monde den Lauf der Welten bestimmen und Bienen ihre eigenen Geschichten bekommen sind in dieser Welt absolute Normalität. 
Und trotzdem war es mir immer ein Ziel, alles so zu gestalten, dass es auf unsere Welt anwendbar wäre. Dass man es liest und sagt "Ja. So könnte es sein."

Ich freue mich schon wahnsinnig darauf, bald mit Band 2.2 zu beginnen, ebenso wie ich mich auf Band 3.1 und Co freue. 
Aber ich will nicht lügen: Ich habe auch Angst davor. Ich habe Angst, dass ich - wenn ich Kernstaub komplett fertig erzählt habe - nichts mehr zu sagen hab. Nichts für mich derartig Relevantes mehr, zumindest. 

Habt einen tollen Tag ♥

1 Kommentare:

  1. Liebe Marie,
    Du musst keine Angst vor der Leere haben.
    Kernstaub wird, wenn es vollendet ist, Marie Graßhoff der Jahre zwischen dem Start von Band 1 und dem Ende von Band 3.3 sein.
    Aber du bist jung. Ungefähr so alt wie ich.
    Und was du bist, wird sich mit jeder Stunde deines Lebens ändern und erweitern. Du wirst dich mit jeder Stunde ändern und erweitern.
    Und so wird, auch wenn Kernstaub einst vollendet ist, noch ganz viel Leben und ganz viel Marie übrig sein.
    Klar, die Leere nach so einem epischen Projekt ist so verschlingend, dass ich verstehe, dass sie dir selbst jetzt, viele Jahre vorher, drohend erscheint. Aber auf die Leere folgt ein Funken und jedem Funken wohnt ein Anfang, jedem Anfang aber ein Zauber inne <3

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Lernt mich kennen

Ich bin Marie Graßhoff, 26. Autorin, Bloggerin, Designerin, Booknerd & Social Media Mensch. Verfolgt mich auf meinem Weg durch die Welt und lasst euch in das Märchen meines Lebens entführen.

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