Auf's offene Meer


Die Zeit vergeht zu schnell und zu langsam. Gleichzeitig. Und jetzt gerade bin ich hier und habe keine Ahnung, wann und wie ich an diesen Punkt gelangt bin. An diesen Punkt, wo auch immer er sein mag. 

Ich zweifle. Wer meinen Blog kennt und ältere Einträge von mir gelesen hat, weiß, dass ich oft zweifle. Gern und vor allem an mir selbst und an allem, was ich erschaffe und was ich bin. An einigen Tagen ist es gut, an anderen sehr gut - und an wieder anderen schlecht. Und jedes Mal ist es irgendwie anders, aber ich spüre dennoch oft, wenn Besserung in Sicht ist. 

Dieses Mal ist es anders. Ich habe mich in eine Ecke manövriert, aus der ich nicht mehr herauskomme und in der ich, je länger ich darüber nachdenke, immer tiefer versinke. Abstand von Problemen und Niederschlägen tut für gewöhnlich gut - vor allem, wenn man es schon kommen sah. Aber das hier ist anders. Das hier ist umfassender und weitet sich mit jedem Mal aus, wenn ich darüber nachdenke. Und gar nicht darüber nachdenken geht nicht. 

Ich hätte Kernstaub nie veröffentlichen sollen. Das ist ein Gedanke, den ich - seitdem ich es getan habe - schon einige Male hatte, aber nie in der Intensität, in der er sich mir jetzt aufdrängt. Ich möchte damit niemanden vor den Kopf stoßen. Vor allem nicht meinen lieben und treuen Lesern, die mich die ganze Zeit über so lieb begleitet und unterstützt haben. Ich hoffe, ihr habt Verständnis für meine Gedanken und fühlt euch nicht hintergangen, wenn ich so etwas schreibe. Ich möchte mich auch erklären. 

Ich rühme mich für gewöhnlich damit, keine halben Sachen zu machen. Wenn ich etwas anpacke und beginne, dann möchte ich es auch mit guten Gewissen und vollem Glauben durchziehen - oder eben gar nicht. Genauso gehe ich derzeitig auch an das Schreiben und an das Marketing zu Kernstaub an. In dieser Manier betreibe ich meine Facebook-Seite zum Roman und meine Kommunikation mit den lieben Lesern.
Allerdings hat diese Strategie den grundlegenden Plan, dass ich bereits zu Beginn des Projektes einen entscheidenden Fehler gemacht habe: Ich habe mir kein Ziel gesetzt. Ich habe einfach alles "mal eben so gemacht" und das kommt mir nun, über ein Jahr später, teuer zu stehen. 

Ich wollte Kernstaub überhaupt nicht veröffentlichen. Einige haben die Geschichte ja verfolgt. Ich hatte den Roman zuvor ewig lange in einem Forum veröffentlicht - Kapitelweise, bis irgendwann das Interesse daran einschlief. (Das hätte mir ein erstes Warnzeichen sein sollen, schätze ich.) Ich ließ mich davon aber nicht weiter beirren und schrieb ihn zu Ende. Immerhin habe ich 7 beendete Romane in meinen digitalen Schubladen schlummern, die nie jemand außer mir gesehen hat. Das war ich also gewohnt.

Da es einige Freunde, Bekannte und auch Leser aus besagtem Forum gab, die den Roman gern lesen wollten, hatte ich ihn am 24.12.2013 als kleines Weihnachtsgeschenk kostenlos auf Dropbox hochgeladen, damit ihn einfach alle, die ihn lesen wollten, problemlos herunterladen könnten. Und dort bleib er auch 5 Monate lang, der Link für alle öffentlich über Facebook aufruf- und teilbar. 
Da einige Leser Probleme hatten, den Roman auf ihren Reader oder ihre mobilen Endgeräte zu laden, dachte ich mir im Mai 2014: Warum nicht? Und stellte den Roman in einer Nacht- und Nebelaktion bei Amazon ein. Meine Idee dahinter: "Jeder, der den Roman möchte, kann ihn ja kostenlos von mir bekommen. Und wer zu faul ist, ihn sich umständlich auf Reader oder Handy zu laden, bezahlt eben die 99 Cent bei Amazon und hat ihn dann mit einem Klick." So oft es mir KDP Select erlaubte, bot ich den Roman kostenlos an. Als ich dann sicher war, dass alle Freunde und Bekannten "versorgt" waren, hob ich den Preis an. Nicht, um mehr Geld zu verdienen, sondern weil ich dachte: "Für 99 Cent ist der Roman so schnell heruntergeladen und ich will nicht, dass er auf 100 Readern verstaubt. Bei 2,99 denkt man beim Kauf schon eher darüber nach und liest ihn vielleicht eher." Und so kam der höhere Preis zustande.

Wie es eben bei Lesern so ist - die Facebook-Seite wuchs und wuchs auch aus unerklärlichen Gründen immer weiter - wollten viele auch ein gedrucktes Buch. Eben weil sie keinen Reader hatten oder es gern im Regal stehen haben wollten. So arbeitete ich also, für die Leser, daran, ein gedrucktes Buch auch den Markt zu bringen. Auch wenn es mit dem Preis von 19 Euro längst nicht konkurrenzfähig war, wollte ich den Leuten die Möglichkeit bieten, Kernstaub auch auf diese Weise lesen und besitzen zu können. 

Die Facebook-Seite wuchs und wuchs. Ich dachte mir tolle Aktionen und Gewinnspiele aus, weil ich so froh darüber war - und bin -, dass sich eine so große Gruppe an Bekannten, Freunden und auch vielen Unbekannten gesammelt hatte, um sich in die Welt von Kernstaub einsaugen zu lassen, das System zu erkunden und die Reihe zu verfolgen. Eine meiner liebsten Aktionen war der Weltasche-Blog, den ich vorher groß bei Facebook und überall sonst angekündigt hatte. Er sollte Lesern von Kernstaub die exklusive Möglichkeit geben, direkt in den zweiten Teil einzusteigen, um nicht mehr so lange auf das E-Book warten zu müssen. 

Vor einigen Tagen habe ich mich schweren Herzens dazu entschieden, den Blog einzustellen, weil die erwarteten Interaktionen zwischen den Lesern nicht zustande gekommen sind. In real weiß ich nicht, wie viele Leser den Blog verfolgt haben, aber ich selbst weiß nur von 2 bis 3. Und es war ein tiefer Cut, mir eingestehen zu müssen, dass das Projekt schiefgelaufen war. 

Was hatte ich falsch gemacht? Klar, es kann nicht immer alles glücken, was man sich vornimmt. Es gibt Menschen, die härter als ich arbeiten und weniger erreichen, das ist mir klar. Aber das Eingeständnis, dass der Weltasche-Blog gescheitert war, geht für mich viel weiter als dieses eine Projekt, das nicht geklappt hat. Es umfasst alles, was ich jemals dachte, zu erreichen. 

Und das ist der Punkt: Was wollte ich erreichen? Ich habe keine Ahnung. Kernstaub zu veröffentlichen war ein unüberlegter Schnellschuss, auf den ich euphorisch aufgebaut habe. Aber ich hatte nie ein Ziel dafür. Warum tue ich das? Warum veröffentliche ich? Ich weiß es nicht.

Ich besitze nicht den Mut (und nicht die finanziellen Mittel), um mich von allem loszulösen und zu sagen: Ich mache mich selbstständig, denn ich möchte mit dem Schreiben mein Geld verdienen. Dazu bin ich zu feige und meine Texte zu speziell und mein Marketing zu schlecht. (Ja, ich musste einsehen, dass ich besser darin bin, mich selbst zu vermarkten als meine Bücher.) Ich habe auch nie die Ambition gehabt, einmal einem Verlag zu schreiben - aus denselben zuletzt genannten Gründen. Ich hatte auch nie das Ziel, einmal ein erfolgreicher Selfpublisher zu sein, denn dafür müsste alles an meinen Texten anders aufgebaut sein. Ich wollte gar nichts. Ich wollte meinen Text an Freunde und Bekannte und irgendwie an die Welt hinaustragen. Und das wars.

Fassen wir also zusammen: Ich hatte kein Ziel und hab trotzdem alles an Energie in diese Sache hineingesteckt. In alles. Neben der Arbeit, Freunden und dem Schreiben gibt es für mich nur eins: Kommunikation. Vor allem mit Lesern und anderen Autoren. Und natürlich die Facebook-Page, in die ich jede freie Minute stecke. (Ob ihr es glaubt oder nicht, aber pro Post brauche ich für gewöhnlich schon 1 bis 2 Stunden. Manchmal länger.) Und für was? Ich kann nicht sagen, dass meine Strategie gescheitert ist, weil ich nie eine hatte. 

Und ich habe alles an Energie reingesteckt. Wieder und wieder und wieder. Wie ein Schwimmer, der sich immer wieder sagt "Einen Zug kann ich noch. Einen kann ich noch. Und noch einen. Und noch einen. Und noch ..." Bis er wirklich nicht mehr kann. Bis er innehält, sich umschaut und erkennt, dass er auf's offene Meer geschwommen ist und es gar keinen Platz gibt, den er erreichen kann. 

Was soll ich tun? Umkehren? Aber da warten so viele Leute am Strand, die mich schon so lange anfeuern und an mich glauben. Einige von ihnen haben mir sogar Schwimmflügel, Rettungsring und Schwimmflossen gebastelt. Ich kann sie unmöglich enttäuschen. (Ich weiß, in dieser Metapher ist gerade eine ganze Menge los. Ihr wisst, was ich meine.)

Aber wenn ich nicht umkehre, was mache ich dann?
Ich sehe andere Autoren einen Erfolg nach dem anderen erreichen. Wieder ein Buch beendet. Anfragen von 3 Verlagen für den neuen Roman bekommen. Das erste Mal ein Buch im stationären Buchhandel. Band 2 der Reihe bricht bereits zum Vorverkauf alle Rekorde. Selfpublisher endlich bei einem großen Verlag untergekommen. Und so weiter.
Sie alle schwimmen praktisch parallel zu mir und erreichen nach und nach ihre kleinen Inseln im Meer. Und ich freue mich tierisch für diese Menschen. Ganz ehrlich. Ich kann mir vorstellen, wie aufgeregt sie sich fühlen müssen und bin ganz insgeheim ein bisschen neidisch auf dieses unersetzbar tolle Gefühl. Gleichzeitig sehe ich mich nie in ihrer Position. Nicht, weil ich keine Hoffnung habe, jemals so weit zu kommen, sondern einfach, weil ich fest davon überzeugt bin, dass es nie so sein wird. 

Ich bin ehrlich zu mir und das kann mir niemand ausreden. Um einmal erfolgreich zu sein, stimmt einfach zu vieles nicht. Kernstaub stimmt nicht. Es passt nicht. Ich passe nicht. Mein ganzes Konzept passt nicht. Dabei kann ich es natürlich schon als Erfolg verbuchen, was ich bisher erreicht habe! Immerhin hat Kernstaub schon viele Menschen erreicht und ich habe unendlich viele tolle Leute durch das Buch kennengelernt, deren Bekanntschaft ich heute nicht mehr missen möchte. Ich habe eine tolle und aktive Facebook-Seite, die viele Menschen erreicht und an der sich sehr viele Leser und Freunde voller Elan und Begeisterung beteiligen. Und ich bin dankbar dafür. Für jeden einzelnen Kommentar, für jedes einzelne liebe Wort.

Aber das Scheitern des Blogs hat mir vor Augen geführt, was ich lange nicht gesehen habe. Ich habe es oben schon erwähnt: Ich bin scheinbar besser darin, mich selbst zu vermarkten, als meine Bücher. Viele Freunde, Bekannte und Fans auf Facebook sind fleißig dabei, mit mir zu Interagieren und sich zu beteiligen und ihre Inspirationen und Gedanken zu teilen (auch Kernstaub-bezogen), aber nur die wenigsten haben den Roman tatsächlich gelesen. Oder auch nur den Plan, ihn zu lesen. Und das kann ich niemandem vorhalten - aber es ist ein Dilemma für mich. 

Es macht mir Angst. Ich weiß, dass es immer eine handvoll Menschen geben wird, die immer zu mir halten und die alles praktisch verschlingen, was ich ihnen zu lesen gebe. Aber es macht mir Angst, wie viel Geld und Zeit ich in etwas stecke, das keinem Plan folgt und daher genauso planlos ist. Es ist, als würde ich Sand sammeln wollen, aber das einzige Behältnis, das ich zum Transport habe, ist ein Sieb. Genauso fühle ich mich. Als würde ich so unendlich viel Zeit und Energie in etwas stecken, das ich liebe, das mich am Ende aber nur kaputt macht. 

Denn ja: Ich liebe es, zu schreiben und meine Texte in die Welt hinauszutragen. Ich liebe es, mich mit Lesern, Freuden und Fans online über meine Werke auszutauschen, Inspirationen mit ihnen zu teilen und von ihnen zu bekommen. Ich liebe es, wenn sich Menschen tatsächlich die Mühe machen, sich künstlerisch zu meinen Texten zu betätigen und weine regelmäßig, wenn sie mir tolle FanArts schicken - das berührt mich so sehr!

Aber ich habe keine Energie mehr. Keine Energie mehr, Tag für Tag für Tag auf ein Ziel zuzusteuern, das ich nicht kenne. Zug um Zug um Zug weiterzumachen, ohne wirklich einen Punkt zu haben, an den ich kommen möchte. Und ja: Ich habe keine Energie, jede einzelne freie Minute meiner Zeit in diese Kommunikation zu stecken, wenn es damit endet, dass nur 3 Menschen meinen Text lesen. Denn darum geht es am Ende ja irgendwie. Meine Worte mit der Welt zu teilen, ob nun bezahlt oder kostenlos oder wie auch immer. Aber egal wie, sie scheint sie nicht zu wollen. Nicht so richtig. 

Ich habe Angst. Ich habe Angst, dass alles, was ich im letzten Jahr an Zeit in all meine Kommunikationsprojekte gesteckt habe, umsonst war. Weil mir schleichend klar wird, dass ich total hilflos auf der Stelle schwimme und versuche, gegen Wellen anzukämpfen, die nicht zu bezwingen sind. Weil ich bereits 7 Romane beendet habe, ohne sie je jemandem zu zeigen, und damit weitaus glücklicher bin als mit Kernstaub, weil ich wegen ihnen nie vor Verzweiflung geweint habe. 

Es kann nicht so bleiben, wie es ist. Ich kann nicht monatlich mehrere hundert Euro und mehrere Tage Zeit in etwas stecken, das zur Folge rund ein verkauftes Buch pro Woche hat. Ich liebe das alles, aber ich habe einfach keine Kraft mehr, das noch länger durchzuziehen. Ich will es aber auch nicht auf Sparflamme weiterlaufen lassen oder eindämpfen - dazu bedeutet es mir zu viel. Höhere Ziele kann ich mir wiederum auch nicht setzen, weil jetzt bereits alles an Leidenschaft und Energie hineinfließt, was ich irgendwie noch aufbringen kann. 

Vielleicht ist das einfach nicht genug. 
Wahrscheinlich sind weder meine Bemühungen, noch meine Texte noch ich jemals genug. 

Warum mache ich immer alles falsch, das ich liebe? Und wer bin ich, in dieser großen Welt? Auf diesem großen Meer, in dem scheinbar jeder weiß, wohin er will, während ich voller Leidenschaft aber ziellos herumirre?

Was tue ich jetzt? Umkehren und alles abbrechen, was ich mir aufgebaut habe? Weiter auf der Stelle schwimmen und abwarten, bis meine Energie verbraucht ist? Oder ziellos weitermachen und irgendwann ertrinken?

10 Kommentare:

  1. Sobald du anfängst, dich mit anderen zu vergleichen, wirst du unglücklich und alle realen Erfolge verpuffen im Nichts. Ergo: Nicht vergleichen. Weitermachen! ;-) Das sagt dir eine ewige Zweiflerin. (Vielleicht hat das mit dem Blog deshalb nicht so gut geklappt, weil viele Leute einfach übersättigt sind. Da schwirrt so viel Information im WWW herum. Dauerberieselung auf Facebook, Twitter, Foren ... Hier ein Link zum Blog. Dort ein Video. Ein Song ... Das ist für viele einfach zuviel des Guten.)

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  2. Hallo Marie,
    wir kennen uns nicht wirklich, aber deine Worte hier haben mich bewegt, dir doch etwas zu schreiben. Ich kann verstehen, was du fühlst, vielleicht auf einer anderen Ebene, aber ich kann es verstehen. Ich selbst schreibe auch, schreibe und schreibe und schreibe und habe Ziele, auf die ich hinarbeite, aber nichts davon scheint genug zu sein, selbst wenn ich diese Ziele eigentlich erfülle. Es kommt mir immer so vor, als hätte ich nicht genug getan. Als müsste ich noch einen oben drauf setzen, ansonsten mach ich etwas falsch.
    Ich kann dir nicht sagen, wie es dir besser gehen wird, weil ich dich dafür zu wenig kenne, aber vergiss nicht, dass diese Gefühle auch irgendwann vorbeigehen. Treffe keine Entscheidungen, wenn du dich ungenügend oder zu schlecht für die Welt fühlst, denn sobald die Gefühle vorbei sind, bereut man diese Entscheidungen meistens.
    Du sprichst immer wieder davon, dass du kein Ziel hast, aber nicht aufgeben möchtest, nur nicht weißt, wie du weitermachen sollst. Wie wäre es wenn du dir jetzt ein Ziel setzt? Klar, es sieht aus, als wäre es zu spät. Es sieht aus, als wärst du schon viel zu langsam, um überhaupt noch voranzukommen, aber das stimmt nicht. Du kannst aus deinen Fehlern lernen und es jetzt besser machen. Wenn du das Projekt wirklich nicht aufgeben willst, mach dir einen Plan, mit Zwischenzielen, die dich motivieren. Du musst nicht deine gesamte Kraft reinstecken, wenn du nicht willst. Erstelle ihn so, dass er für dich passt und dir hilft, nicht für andere. Nicht für die Leute, die Kernstaub/Weltasche irgendwann lesen könnten, sondern für dich. Du willst dieses Projekt beenden, du willst nicht mittendrin aufgeben? Dann tu es nicht. Klar, es wird sicher noch viel von der abverlangen, aber genau deswegen solltest du fair zu dir und zu deinen Projekten sein und darüber nachdenken, warum du schreibst. Was du damit erreichen willst.
    Schreibst du für dich als Hobby, um nach der Arbeit Spaß zu haben?
    Schreibst du, um andere zu erreichen? Um sie mit deinen Geschichten in den Bann zu ziehen?
    Schreibst du, weil du kein "besseres" Hobby gefunden hast?
    Und vor allem: Was bringt es dir persönlich, dass du schreibst? Wie fühlst du dich dabei? Ignorier dabei alles, was mit dem Veröffentlichen oder den Lesern zu tun hat: Was gibt dir persönlich das Schreiben? Welche Gefühle ruft es in dir wach?
    Oftmals vergessen wir, warum wir überhaupt angefangen haben zu schreiben. Wir glauben es noch zu wissen, aber es wurde irgendwann von allem möglichen überdeckt und dann geht der Spaß verloren, vielleicht sogar das Gesamtziel. Doch das muss nicht sein. Nimm dir Zeit und überlege dir in Ruhe, was DU willst.
    Ja, du hast einen Fehler mit deiner Kurzschlussreaktion gemacht, so what? Das definiert dich nicht als Mensch. Du fühlst dich gerade unwohl? Okay, lass es zu und komme stärker daraus zurück. Du weißt nicht, wohin du gehen willst? Schau zurück und guck, wie weit du schon gekommen bist. Vielleicht musst du KS/WA nicht eindampfen, sondern nur für einige Zeit auf Eis legen, bis du dein Feuer wieder gefunden hast. Vielleicht ein kleines Projekt nur für dich schreiben, um überhaupt die Liebe wieder zu entdecken, die das alles für dich angefangen hat.
    Nur weil du einen Fehler gemacht hast, nur weil du dich ungenügend fühlst, nur weil es so aussieht, als wäre kein Land in Sicht, heißt es nicht, dass du verloren bist. Es ist okay, Fehler zu begehen. Es ist okay, sich einzugestehen, dass man zu schnell vorgeheizt ist, dass man nicht richtig geplant hat. Du bist deswegen nicht weniger ein guter, kreativer und aufrichtiger Mensch, als vorher. Du bist genug, so wie du bist, es versteckt sich nur gerade :)

    Liebe Grüße
    Bianca

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  3. Es tut mir gerade soooo leid, dass du so sehr an dir zweifelst :( im Grunde genommen hast du eigentlich keinen Grund dazu, aber das ist ja immer so leicht gesagt, das weiß ich auch selbst. Du bist an einem Punkt angekommen, wo keiner gerne sein möchte, momentan überwiegen die negativen Erlebnisse und "Niederlagen" die du einstecken musst die positiven Dinge, das ganze gepaart mit einen sowieso schon, an sich selbst zweifelnden Menschen, ist eine ziemlich furchtbare Mischung. Und ich könnte jetzt mit diesen ganzen Floskeln um mich werfen, die dir aber im Grunde genommen nichts bringen werden, du hängst mit dem Herzen an diesem Projekt, aber dein Kopf denkt zu rational, und sieht nur die negativen Dinge, die dich nur noch mehr zweifeln lassen. Du musst selber entscheiden, was das richtige ist, wir die Fans oder Freunde können dir unterstützend zur Seite stehen, aber am Ende entscheidest du allein, was daraus wird. Nimm dir einfach die Zeit, die du brauchst, und denk darüber nach, warum du das Verlangen hattest, deine Wundervolle Geschichte mit uns zu Teilen. ich persönlich, mag dich total gerne, und bin total verliebt in Kernstaub, und die Charaktäre. Ich liebe deine Art zu schreiben, und kann ehrlich gesagt nicht verstehen, warum diese unglaublich tolle Geschichte nicht noch mehr Anklang findet! Das der Weltasche -Blog gescheitert ist, kann 1 Millionen Gründe haben, ich habe auch erst kürzlich mitbekommen, das du die Kapitel öffentlich hochgeladen hast, obwohl ich eigentlich jeden Post verfolge, und hatte mich gefreut, das ich wenn ich Kernstaub ausgelesen hätte, die Möglichkeit habe, das nächste Buch online anzulesen, bis der 2 Band veröffentlich wird, und im Handel erhältlich ist. Oder wie Klara schon geschrieben hatte, das die Leute dem ganzen überdrüssig werden, weil es einfach zu viel von allem gibt, da geht so ein Blog schnell mal unter :(
    Oder das die Leute mit deiner Art zu schreiben, nicht so richtig warm werden. Ich mag deinen Stil sehr sehr gern, erinnert mich leicht an Christoph Marzi, wobei ich deinen Stil lieber mag :)

    Was ich besonders an dir mag, ist deine offene und herzliche Art, du gehst so unglaublich nett auf deine Fans zu und kommunizierst und interagierst mit ihnen ohne Ausnahme! Das macht nicht jeder, und das rechnet man dir hoch an :)
    Ich hoffe einfach, das du einen Weg findest, auf dem du selbst nicht auf der Strecke bleibst. Und auf diesem Wege, wollte ich auch noch mal Danke sagen, für eine wunderschöne und fesselnde Geschichte, die mich nach den ersten Paar Seiten in ihren Bann gezogen hat ❤️ Du bist so ein wunderbarer, kreativer und fantasievoller Mensch, und ich würde mir wünschen, dass du bald wieder Positvier nach vorne Blickst, auch wenn du das gesamte Ganze jetzt noch nicht erfassen kannst. Nimm dir die Zeit, wenn du sie brauchst, das wird dir bestimmt kein Mensch übel nehmen ❤️

    Fühl dich 1000 mal geknuddelt :)

    Ganz liebe Grüße
    Andrea :)

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  4. Aw, Marie ...
    Säße ich jetzt neben dir in deinem tollen kleinen Zuhause, würde ich dich mal fest drücken. Es tut mir fast weh, so viele Zweifel, so viel Hoffnungslosigkeit und so viel Niedergeschlagenheit aus diesem Text schwappen zu sehen. Kernstaub ist und bleibt genial, aber nicht massentauglich - das ist meine Einschätzung (und ein Kompliment :D). Das ist denke ich das Problem eines jeden Schreiberlings, der sich auf unbekannte Gewässer wagt. (Und eines jeden Menschen, der Neues ausprobiert). Die Länge, Komplexität und Klischeefreiheit deines Projekts ist nicht für Gemüter geschaffen, die mal eben leichte Unterhaltung und ein nettes Happy End haben wollen - und nicht jeder liest nun mal, um, was weiß ich, über die Tiefe dieses Universums nachzudenken. Und du hast schon recht, du bist spitze darin, dich selbst zu vermarkten und Menschen zu inspirieren. Viele Menschen schauen zu dir auf.
    Manchmal habe ich nur das Gefühl (was Klara schon ansprach), dass die Leute ein wenig "übersättigt" sind. Du bist sehr aktiv und postest auf vielen Plattformen (und deine Posts sind ohne Zweifel süß gestaltet und dahinter stecken tolle Ideen). Doch dadurch, dass sie eben dauernd Neuigkeiten von dir sehen, schauen sie vielleicht nicht mehr so genau hin. Wer nicht so oft redet, dem hört man aufmerksamer zu, die Erfahrung habe ich zumindest gemacht :D
    Dass du so viel Herz in alles steckst, was du tust, macht dich zwar zu der liebenswerten Person, die du bist, aber das kann eben auch oft verletzen (und ermüden). Das haben bereits viele leidenschaftliche Menschen erlebt, denke ich. Trotzdem würde ich niemals damit aufhören, denn das kann auch so wunderbar sein! Das ist eine Fähigkeit, finde ich. Plane einfach sorgfältiger, wohin deine Energie geht und denke vielleicht darüber nach, ob du weiterhin bereit dazu bist, so viel von ihr zu verschenken oder ob du vielleicht zwischendurch ein paar Pausen einlegen willst. Ich würde mich als nächstes mal auf ein Ziel konzentrieren, denn dir macht ja scheinbar dieses Abstrampeln für nichts und wieder nichts zu schaffen. Und das Ziel setzt sich ja ganz klar daraus zusammen, was dein Herz gerne möchte. Wohin zieht es dich? Was willst du von den Menschen? Was macht dir Spaß? Was erwartest du selbst von dir? Ich glaube, dass du zumindest diese Fragen beantworten kannst. :)
    Und am Ende geht es immer weiter. Am Ende schwimmen wir doch alle ohne Ziel. Und selbst wenn wir eins haben, kommt immer etwas dazwischen und plötzlich ist alles ganz anders als geplant. Ich finde, das macht das Leben aber auch so lebenswert und interessant. Du kannst dir bei einem ganz sicher sein: Dass es dich immer irgendwohin führen wird! Kein Ozean der Welt ist unendlich. Irgendwann kommst du irgendwo an, und dann geht es weiter, und dann kommst du an, und dann geht es weiter.

    "Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
    Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
    Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
    In andre, neue Bindungen zu geben.
    Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
    Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

    Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
    An keinem wie an einer Heimat hängen,
    Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
    Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
    Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
    Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
    Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
    Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.“
    (Hermann Hesse)

    Du darfst mich ruhig hauen, weil es so pathetisch ist, aber am Ende hab ich doch nur Recht. :P Alles Liebe! Und fühl dich geknuddelt! Du bist toll!

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    1. Oh, und um dich noch ein bisschen aufzuheitern: Ich habe doch tatsächlich gestern mit Kernstaub wieder von vorne begonnen. Wuah, Ciar ist so schauerlich, und Juan in seiner Hakenkreuzuniform macht mich so wütend :D Unfassbar, dass ich mich wieder durch dieselben Emotionen wühlen muss, haha. (Und Glen, mwah! Retter in letzter Sekunde).

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  5. Hallo liebe Marie,
    die ganzen Selbstweifel, die du beschreibst und das Gefühl, kein wirkliches Ziel vor Augen zu haben kenne ich nur zu gut! Aber: Lass dich icht entmutigen! Hör einfach auf dein Herz und mach das was du machen möchtest. Niemand kann dir vorschreiben, was du marketingtechnisch tun solltest, ob und wann und wie du deine Romane veröffentlichst und vieles mehr. Tu einfach das, mit dem du dich am Wohlsten fühlst.
    Und lass dir noch gesagt sein: Natürlich hat Kernstaub keine riesengroße Zielgruppe wie ein Krimi oder ähnliches. Aber die Zielgruppe ist dennoch da und ich glaube sie ist auch viel größer, als du denkst! :) Ich habe Kernstaub gelesen und geliebt und ich glaube dass es genug Verlage gibt (wenn man mal die großen megabekannten weglässt und sich die kleineren anschaut, die ein spezielleres Angebt haben) die Interesse an deinen Romanen hätten! Klar, dein Schreibstil ist nicht Mainstream, aber ich denke es gibt trotzdem viele Leute, die das gerne lesen (Ich lese ja sonst ach viel davon und fand Kernstaub trotzdem klasse), die einfach aber noch nichts davon wissen. Auch wenn du sehr sehr viel Arbeit und Werbung auf deinem Blog und deiner Facebookseite machst, ich glaube einfach, um noch mehr Leser zu gewinnen tut ein bisschen Verlagshilfe schon gut,g erade wenn es sich um etwas Besodneres wie Kernstaub handelt. Ich habe zum Beispiel schon immer sehr viel gelesen, aber lange Zeit gar nicht gewusst, dass man von Amazon verlegte Bücher kaufen kann und dementsprechend auch gar nicht dort in das Programm geschaut. Und wenn ich es jetzt tue fällt mir oft auf, dass vieles nicht meinen Qualitätsansprüchen entspricht und bin daher eher vorsichtig, was das Kaufen von dor verlegten Büchern angeht. Dann verlasse ich mich auch lieber auf die Empfehlungen im Bcuhladen zumBeispiel und ich glaube, dass es vielena nderen Menschen auch so geht und sie daher gar nicht Kernstaub erst die CHance geben können, die es eindeutig verdient hat! Also sei rhg mutig, schicke einen deiner anderen Romane doch mal an ein paar Verlage, ich bin sicher, sie melden sich schnell bei dir zurück!:) Ich glaube nach wie vor ganz fest an das Potential, das in deinen Arbeiten steckt und ich hab wirklich schon viel gelesen und fand nicht, dass Kernstaub anderen tollen Büchern in irgendetwas nachsteht, ganz im Gegenteil!:)

    Lass dich nicht entmutigen <3 Kristin :)

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  6. Hallo, Marie,

    da will man nur mal eben in seinen Mails checken, ob man nun schon eine Antwort vom potentiellen neuen Arbeitgeber hat (hat man nicht ._. aber egal), und verirrt sich in den Weiten des Internets, nur um so eine Nachricht zu lesen.

    Es tut mir leid, dass du dich gerade so schlecht fühlst. Und ich weiß auch, dass Worte allein nicht reichen werden, damit es dir wieder besser geht. Was dir jetzt helfen wird, sind Taten.
    Aber mir selbst fehlen die Zeit, die Beständigkeit (siehe Mail-Check ._. ) und die Ruhe mich auf das Internet und die Welt darin einzulassen. Ich fand die Idee mit deinem Blog total genial und hätte ihn sicherlich auch verfolgt, wenn ich die Zeit gehabt hätte. Aber die habe ich nicht.
    Das klingt wie eine faule Ausrede, doch so ist es gar nicht gemeint. Im Gegenteil ;)
    Eben weil mir die Zeit fehlt, alles direkt zu verfolgen, weil ich für den Kernstaub-Live-Ticker keine freien Kapazitäten habe (denn wenn, dann möchte ich doch alles in Ruhe lesen und vielleicht auch kommentieren), habe ich immer darauf vertraut, dass du es schaffen wirst.
    Ja, vielleicht bist du planlos an diese Sache heran gegangen, das hat aber niemals so ausgesehen. Ich hatte immer den Eindruck, du wüsstest genau, was du tust.
    Ja, ich kommuniziere gern mit dir, auch über Kernstaub (nein, ich jammer jetzt nicht noch mal über die mangelnde Zeit), ich fand es nur immer schwer, wirklich darüber zu reden. Denn zum einen wolltest du ja nichts verraten, auch wenn ich echt neugierig gewesen wäre, und zum anderen wollte ich nicht diejenige sein, die dir Details entlockt, die du vielleicht noch nicht verraten wolltest.

    Weil ich bin, wer ich bin, und zu wenig Zeit und Kraft für alles habe, was mir wirklich etwas bedeutet hat, hatte ich die ganze Zeit nur eine einzige Hoffnung, alles über dein Universum erfahren zu können. Wenn ich es bei Amazon in der gedruckten Ausgabe bestellen kann.
    Darauf freue ich mich noch immer. Aber damit werfe ich dir keinen Rettungsring zu, sondern eine Schwimminsel mit Anker. Damit du dich ausruhen und Kraft für den nächsten Abschnitt tanken kannst.
    Wenn du dich jetzt schlecht fühlst, dann nimm dir Zeit für dich selbst.
    Wenn du sagst, dass du kein Konzept hast, na umso besser. Dann kannst du alles in deinem Tempo machen und irgendwann fertig haben, wenn es eben fertig ist.
    Und auch wenn das noch Jahre dauern sollte. Ich schneie immer mal wieder hier bei dir rein und schaue nach, ob ich die Veröffentlichung als Printversion verpasst habe. Damit ich sie mir bestellen kann. Und irgendwann gemütlich in meinem Bett lesen kann.
    Mir persönlich ist es egal, wie lange es dauert, hauptsache, irgendwann ist es hier. Und besonders wichtig ist mir auch, dass es dir weiterhin gut mit deinem Werk geht. Mach dich nicht kleiner als du bist, sich selbst vermarkten zu können (und das so erfolgreich) ist auch eine bewundernswerte Eigenschaft. Und es ist ein Beweis dafür, dass du etwas Besonderes bist. Sonst würden kaum so viele Leute regelmäßig mit dir kommunizieren wollen.

    Alles Liebe und Gute,
    June

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  7. Liebe Marie,
    auf Facebook habe ich bereits mitbekommen, dass du die Krise zum Teil überwunden hast. Selbstzweifel sind nicht's Schönes - doch ich bin gerade schockiert, dass du dein Projekt als gescheitert erachtest. Soll ich dir mal etwas verraten? Ich betreue einige Jung-Indie-Autoren und das nicht nur mit ihren Covern. Sie werden sich voller Hoffnung an mich, nicht nur, weil sie ein Cover brauchen, sondern weil sie sich Marketingtips von mir erhoffen. Ich versuche an der Stelle immer mein Bestes (auch mit dem Wissen, dass ich selber nicht wirklich erfolgreich bin ._. ich habe viele Likes auf Facebook aber wirklich wenig Interaktion). Aber weißt du was ich ihnen immer mit auf den Weg gebe? Eine Link Liste mit Autoren die, die es meiner Meinung nach aus eigenem Antrieb geschafft haben. Und weißt du wer in dieser Liste immer in den Top 3 ist? Du.
    Und weißt du was ich immer zu deinem Link schreibe? Authentisch, Kommunikativ, immer Positiv und überaus kreativ + erfolgreich damit.
    Es gibt wenig Autoren, die es schaffen, so ein großes Interesse an einem Projekt zu erhalten und das über so einen großen Zeitraum. Schau dir die anderen Self-Publishing Muttis wie Poppy J. Anderson oder Emily Bold an. Was haben sie alle gemeinsam? Sie feuern Projekte heraus wie kleine, tüchtige Tippmaschienen. Das machst du nicht. Und das fasziniert viele an dir und an deine Bücher.
    Natürlich weiß ich nicht, was deine Verkaufszahlen sagen und glaub mir ich weiß wie man sich fühlt, wenn man viel Geld in seine Projekte steckt - meine ganze Existenz ist ein Projekt und es läuft nicht gerade gut, zumindest wenn man sich meine traurige Facebookseite anguckt ;-) mehr Likes als du aber komplett tote Hose, immer wenn ich bei dir Vorbeischaue, will ich mich unter der Decke verkriechen und alles, was ich im Social-Web mache einstampfen - und das jeden Tag. ;-)
    Aber wenn du dich nicht damit wohl fühlst kein Ziel zu haben, dann definiere ab jetzt deine Ziele. Ich bin der Überzeugung, so ein Buch ist ein Prozess, auch nach der Veröffentlichung. Es gibt Höhen und Tiefen. Deswegen sollte man sich vielleicht mehrere Ziele setzen, Ziele, die realistisch sind und vor alledem nicht deinen Rahmen sprengen.
    1 Buch pro Woche, das hört sich wahrhaftig nach etwas Ernüchterndes an. Aber soll ich dir etwas verraten? Das durchschnittliche Buch eines Autors, der im Verlag veröffentlicht und kein Bestseller ist, verkauft sich zwischen 50 und 200x im Jahr. Kannst du dich noch an einer unserer ersten Konversationen erinnern? Du fragtest mich nach der Gestaltung für den Umschlag. Ich habe dir daraufhin gesagt, dass sich so ein dickes Buch vielleicht nicht so gut verkaufen lässt.
    Vielleicht ist dir das alles zu viel, zu viel Marketing, zu viel geld, zu wenig Ergebnisse. Du willst nicht auf Sparflamme arbeiten? Dann nehm wenigstens den Fuß vom Gaspedal und fahre eine Geschwindigkeit, die du auch dauerhaft halten kannst und willst, eine Geschwindigkeit, die dir Spaß macht und die sich für dich rentiert, sowohl finanziell als auch emotional.
    Ich weiß das hört sich super doof an, aber bleib mal kurz stehen, schau dich um - sowohl virtuell als auch im echten Leben, und du wiest feststellen, dass du bereits ein kleiner Überflieger bist :-)

    Liebe grüße
    Cassy

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  8. Liebe Marie.
    das, was du beschreibst ist eine Beziehung, in der du alles gibst zu einer Welt, die viel zu schnelllebig ist. Du kennst auch meine Kunst. Wir zwei befinden uns in einem Strudel in dem nur prägnante, kurze Dinge zählen. Vor allem auch im Marketing. Leider ist Kunst immer nur ein Teil eines Ganzen. Und man kann und sollte es nie allein betrachten. Man sollte wenigstens wissen, dass neben der Welt leider Maschinerien vorhanden sind, die uns all das real machen lassen oder eben auch schwer machen, was wir lieben und wo unser Herz am meisten hängt. Aber am Ende dürfen wir das gern ignorieren, es lieben, was wir tun, wir sollten nur wissen, dass es da noch mehr gibt, was in der realen Welt dazu gehört.
    Ich finde mit Leidenschaft über den Ozean paddeln hat den anderen etwas voraus. Wir arbeiten hart daran. Härter, als keiner es für uns tun kann. Und nur so wissen wir, was wir erschaffen haben.
    Ich muss dir ehrlich gestehen, ich weis seit Anfang an nicht, wohin es geht und ging. Ich kenne das große Ziele nicht und mir ist es seit geraumer Zeit auch egal, denn diesen Etappen, die Projekte sind es, für die ich brenne. Sie machen mich so viel glücklicher, als das Wissen über das Ziel in mir auslösen könnte. Und auch ich bin mir sicher, meist nicht gut genug zu sein. Ich hätte deswegen schon mindestens zwei kreative Burnouts. Und ich weiß zwar was da auf mich zukommt, aber soll ich dir was sagen, verhindern kann ich es dennoch nicht. Der zweite, den hab ich kommen sehen und was konnte ich machen? Nichts. Alles half nicht und es ereilte mich sogar heftiger. Aber weißt du was geholfen hat? Den Kompass neu auszurichten. Einfach neue Horizonte zu entdecken. Und dann geht es wieder voran. Vielleicht hilft dir das? Vielleicht kennst du meinen Text Overload oder Notes to myself.

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Ich bin Marie Graßhoff, 26. Autorin, Bloggerin, Designerin, Booknerd & Social Media Mensch. Verfolgt mich auf meinem Weg durch die Welt und lasst euch in das Märchen meines Lebens entführen.

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