Es verwandelt sich in mir


An einigen Tagen suche ich im Nebel der Stadt nach Antworten, wühle im Sumpf der Hitze, der Körper, Gesichter, Gerüche und Bilder - und hoffe, etwas zu finden, das ich noch nicht weiß. Etwas, das mir vielleicht erklären kann, warum ich nicht zur Ruhe komme, warum ich Tag um Tag um Tag das Gefühl habe, das etwas fehlt. 
Es fehlt nicht an Beschäftigung oder sozialen Kontakten, es fehlt nicht an langen, inspirierenden Gesprächen und vor allem fehlt es nicht an Wein. Es fehlt auch nicht an Ruhe oder Bewegtheit. Nicht an Regen oder Sonne, nicht an Erfolg oder Gelassenheit. Und doch ist etwas ganz essentielles nicht da. Etwas, das sich nicht so anfühlt, als würde es gefunden werden wollen.

An einigen Tagen fühle ich mich ganz eingeengt. War mir das Leben früher noch viel zu groß, als dass ich das Gefühl hätte haben können, jemals in es hineinzuwachsen, kommt es mir plötzlich viel zu klein vor. Als wäre ich ohne es gewachsen - über es hinaus. Über mein Leben hinaus; und nun trete und kämpfe ich, um es mir endlich wieder anzupassen, um es zu formen und endlich in eine Form zu bringen, die mir gefällt.

Ich möchte in die Stadt springen und tief abtauchen, um zu suchen, was ich brauche, damit alles wieder stimmt. Damit alles wieder am richtigen Platz sitzt. Damit ich einen guten Weg finde. Den richtigen Weg. Vielleicht mag ich den Blick geradeaus einfach noch nicht. 

2 Kommentare:

  1. hm...

    Der gute Weg ist nicht immer der richtige.

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    1. Wohl wahr. Ich brauche aber einen, der zu mir passt. Den habe ich bisher noch nicht ganz gefunden.

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Ich bin Marie Graßhoff, 26. Autorin, Bloggerin, Designerin, Booknerd & Social Media Mensch. Verfolgt mich auf meinem Weg durch die Welt und lasst euch in das Märchen meines Lebens entführen.

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