Schreibtechnisches Loch und Veröffentlichungskram


Endlichkeit liegt in der Luft wie ein altes Gespenst; alles wirkt so taub und vergänglich, seitdem das Leben mit ihr wieder aus dem Bereich des Wahrnehmbaren verschwunden ist. Etwas hat das Mädchen mitgenommen auf ihre Reise – etwas aus der Atmosphäre und den Gedanken. Das Leben ist wieder geordneter, seitdem sie gegangen ist, auch wenn inzwischen alles anders ist als vorher. Der Hauch der alten Welt, der sie stets umgab, ist vollends verschwunden und nun scheint es, als seien sie alle wieder allein in ihrer eigenen Sphäre, die sie schon seit so vielen Jahrhunderten bewohnen.
Weltasche - Kapitel 10

Abgesehen von kleinen Ausschnitten, habe ich schreibtechnisch zurzeit gar nichts auf dem Schirm, was ich ziemlich schade finde, denn motiviert bin ich eigentlich. Aber entweder habe ich viel zu tun, oder ich arbeite an einem Nebenprojekt und nicht an Weltasche, oder ich sitze vor dem Dokument und bekomme so gar nichts auf die Reihe. Ich habe das Gefühl, einfach nicht in einen richtigen Schreibfluss zu kommen, vielleicht, weil ich so lange immer nur überarbeitet habe und nun gar nicht mehr weiß, wie sich tägliches Schreiben anfühlt, oder vielleicht auch, weil ich demotiviert bin. Einige haben es vielleicht schon auf Twitter oder an anderer Stelle gelesen, dass ich mich mit Kernstaub bei einigen Agenturen beworben hatte. Das hatte ich im Grunde nicht vor, weil ich mir schon denken konnte, dass der Text nicht genommen werden würde - zu kompliziert, zu lang, zu schlecht, was weiß ich. Aber nach einigen Gesprächen mit Freunden hatte ich beschlossen, dass es ja nicht schade kann, es zu versuchen. Gesagt, getan, das Exposé geschrieben und an 10 oder 15 Agenturen geschickt. 
Nur Standardabsagen. War irgendwie klar, wahrscheinlich haben sie den Text schon aussortiert, als sie in der Zusammenfassung gelesen haben, dass er über 1400 Normseiten lang ist und noch 2 Bände in Planung bzw. in Arbeit sind. Das Blöde ist, dass es mich trotzdem irgendwie enttäuscht. So realistisch, wie ich auch versucht habe, an die Sache heranzugehen, ein kleiner Teil hofft eben immer ein kleines bisschen.

Aber gut. Das ist auch schon eine kleine Weile her, denn eigentlich wollte ich mit niemandem darüber sprechen. Nun haben es aber schon viele Freunde erfahren und ich finde es gar nicht mehr so schlimm. Vielleicht poste ich den Text einfach irgendwann mal als Fortsetzungsroman auf einem Blog oder so. Mal schauen. 

Btw: Ich weiß zurzeit ehrlich gesagt kaum, was ich zuerst bloggen soll, weil so vieles aktuell ist. Ich würde gern Filmvorstellungen zu World War Z und Seelen schreiben, ich würde gern ein Zeichenexperiment vorstellen und ich würde auch gern mal einen Post zu FanArt machen, die andere Menschen bisher zu meinem Roman angefertigt haben. Außerdem hab ich noch etliche Fotos, die nur darauf warten, gezeigt zu werden. Habt ihr irgendwelche Präferenzen, oder soll ich die Liste ganz willkürlich abarbeiten?

Euch allen auf jeden Fall erst einmal ein wunderbares Wochenende!
Wir lesen uns hoffentlich.

2 Kommentare:

  1. Antworten
    1. Krass, das ging schnell! Dann stelle ich das als nächstes online, wenn ich weitergekommen bin! (Also vermutlich morgen! :D) Das Problem dabei ist nämlich, dass ich das unfertige Bild besser finde, als das fertige. Mal sehen x)

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Ich bin Marie Graßhoff, 26. Autorin, Bloggerin, Designerin, Booknerd & Social Media Mensch. Verfolgt mich auf meinem Weg durch die Welt und lasst euch in das Märchen meines Lebens entführen.

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