Wie sollen wir es sehen?



»Ich denke, dies ist eine Zeit, in der das Leben seinen Wert verloren hat, weil wir vergessen haben, wie man ihn erkennt. Es ist nicht so, als hätten wir es nicht mehr verdient zu existieren, aber es steckt so wenig Reflexion in unseren Handlungen, unserem Denken, dass es jedem Gott egal sein dürfte, ob wir noch hier sind oder nicht. Wir haben uns selbst in den Hintergrund der Bedeutung gerückt.Wozu also sind wir hier und warum sind wir so gebeugt?Was kann uns noch brechen, wenn wir nicht mehr den Tod und nicht mehr den Schmerz fürchten müssen? Wenn jede Krankheit und jede Wunde mit Einfachheit geheilt werden können und kein Gebrechen des Körpers noch von Bedeutung ist? Wir streben nicht nach Luxus, denn Medien, Werbung und Konsum waren es, die uns an den Rand der Wirklichkeit befördert haben, an dem wir nun auf bessere Zeiten hoffend kauern. Wir streben nicht nach Liebe, weil alles plötzlich über persönlichen Belangen steht und jedwede Emotion von allesverzehrender Mattheit erstickt wird.
Was uns zerbricht ist unser Dasein als niedrige Spezies, die nicht leben kann, wenn sie nichts hat, an das sie glaubt. Wir haben an Gott geglaubt und an die Medien. Wir haben an Wirtschaft und Konzerne geglaubt, an die Liebe und die Vorstellung, nicht unbedeutend zu sein. Und wir haben an Atombomben geglaubt. Daran, dass sie uns vor uns selbst retten könnten, wenn Worte es nicht mehr schaffen sollten. Was uns zerbricht ist das Wissen darum, dass Seelen wandern und Träume fliegen und wir selbst zwischen diesen Kreisläufen gefangen sind, weil wir es nicht geschafft haben, zu verstehen, dass wir selbst nicht das Zentrum darstellen. Dass die Sinnsuche uns nur an Grenzen des Denkens stößt, die wir eigentlich nie hatten erreichen wollen, weil sie uns zeigen, dass wir nie verstehen werden.Was ist also der Sinn? Was ist die Antwort auf alle Fragen und die Frage auf alle Antworten?« 
Weltasche


Guten Morgen, guten Tag oder guten Abend zusammen! (Je nachdem, wann ihr diesen Eintrag lest.) Nun ist es tatsächlich bald Ostern und das Wetter ist noch immer schlecht. Trotzdem möchte ich es mir nicht nehmen lassen, euch ein paar tolle Tage mit eurer Familie und euren Lieben zu wünschen. Ich hoffe, ihr könnt die Zeit trotz grauen Wetters genießen und wer wirklich sehr davon genervt ist, sollte sich das hier vielleicht anhören. Das macht das graue Wetter gleich etwas besser. Ich habe es jetzt übrigens ach endlich geschafft, schwebende Social Media Buttons einzubauen - das wollte ich schon lange einmal machen. Ich hoffe, sie stören euch nicht weiter, aber ich bin so gern vernetzt. 

7 Kommentare:

  1. Wow.. ich hab beim Lesen von dem Auszug aus Weltasche echt Tränen in den Augen..

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  2. Der Text geht unter die Haut. Gänsehaut pur.

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  3. Du kennst ja meine Einstellung zum Leben von daher muss ich es ja nicht mehr großartig erläutern. Ich hoffe du kommst gut mit dem Schreiben voran und hast ausreichen Motivation und Inspiration. Die einzigen tollen Tage mit meiner Familie werde ich am Telefon verbringen :D habe meinen kleinen Bruder dazu gezwungen mir zu sagen dass er mich vermisst um mir das Gefühl zu geben geliebt und vermisst zu werden :D. Ich hoffe doch sehr das die Tage mit deiner Familie wunderbar sind :)

    Der Text geht wirklich unter die Haut und umfasst viele interessante Gedanken, sehr inspirierend. ( wie alles von dir )

    Gruß Ich.

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    1. Das alles kann ich dir nur von ganzem Herzen zurück geben. Vielen Dank und dir natürlich auch ein paar schöne Tage mit deiner Familie - wenn auch nur über das Telefon. Und hey, klar wirst du geliebt und vermisst <3 :)

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Ich bin Marie Graßhoff, 26. Autorin, Bloggerin, Designerin, Booknerd & Social Media Mensch. Verfolgt mich auf meinem Weg durch die Welt und lasst euch in das Märchen meines Lebens entführen.

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