Schneegedanken

Hatte ich erwähnt, wie sehr ich den Winter liebe? 

Nun ist wieder Zeit für Kerzen, Schnee und heiße Schokolade. Meine Familie hat mir große Pakete mit Plätzchen und anderen Süßigkeiten geschickt und damit geht es selbst mit meiner Bachelorarbeit sehr gut voran. Heute gönne ich mir den ersten fast freien Tag seit Wochen (eigentlich einen freien Nachmittag) und widme mich endlich endlich einmal wieder meinem Roman Kernstaub. Ich kann kaum beschreiben, wie sehr ich das Schreiben und die Arbeit an meinen Texten vermisse, wenn ich einmal mehrere Tage lang nicht dazu komme; ich bin einfach ein anderer Mensch - unausgeglichen und unruhig. Ich hoffe, dass die heiße Schokolade, der warme Schal und das Schreiben mir heute endlich einmal wieder richtig gut tun. Euch allen eine wundervolle Weihnachtszeit, meine Lieben.



»Bist du verärgert?«, möchte sie plötzlich wissen und er fängt einen ungewöhnlich besorgten und forschenden Blick auf, den sie zu ihm hinaufwirft.
»Nein, wie kommst du darauf?« Intensität und Schwere im dichten Raum zwischen ihnen, so plötzlich und unerwartet; bis sie ihren Kopf schüttelt und wegschaut; abermals in die Leere vor sich.
»Das Versprechen«, murmelt sie kleinlaut, während sie beginnt, mit ihren schmalen Fingern wirre Muster in den Staub auf dem Boden zu zeichnen. 
Und so malt ein Wort manchmal das ganze Universum. Nicht das System, sondern dieses undurchsichtige Universum, das Wir heißt.
»Schon gut«, meint er, Phasenbilder vor den in die Leere gerichteten Augen; Stahl, Wirbel und das endlose Meer ohne Farben. Keine Farben, nur Emotion. Weil kein Bild, kein Ton und kein Geruch so gut im Gedächtnis haftet wie ein Gefühl. »So lange sich jemand an mich erinnert, ist es gut.«

15 Kommentare:

  1. oh ich liebe den Winter auch so sehr! Bin heute schon gleich mal raus und habe die 30cm Neuschnee fotografiert ;)

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  2. Oh wow, wie klasse! Ich wünschte, ich hätte auch schon eine Kamera; aber gut, ich wünsche mir ja zu Weihnachten eine. Hach <3

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  3. Es ist schlimm, wie unausgeglichen man ist, wenn man mal nicht zum Schreiben kommt. Ich kenn das Gefühl nur zu gut. Von daher hoffe ich, dass du die Zeit findest, mal wieder etwas zu schreiben, damit es dir dann besser geht :)
    Liebe Grüße,
    Lyrica

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  4. Ah, es freut mich, dass du das Gefühl kennst. Irgendwie glaube ich manchmal, dass ich etwas zu versessen bin; aber ich kann einfach nicht anders.
    Es macht gerade aber echt wieder super viel Spaß - besonders nach dieser langen Pause. Danke für deinen lieben Kommentar <3

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  5. Ich habe mich lange gegen die Versessenheit aufgelehnt. Mir gesagt, dass es besser ist, mal Abstand zu nehmen, weil das Schreiben mich in meinem Leben nicht voran bringt. Aber dann habe ich mich gefragt, was von mir übrig bleibt, wenn man mir diese Eigenschaft nehmen würde. Gar nichts. Es sitzt bei mir so tief in meinem Herzen, dass ich ohne das Schreiben, was mich lachen, weinen, fluchen, jubeln und vor allem leben lässt, einfach nicht leben kann. Seitdem ich das irgendwie kapiert habe, bin ich sogar beinah schon etwas glücklich oO
    Von daher finde ich nicht, dass man davon "zu" versessen sein kann. Selbst wenn, dann ist es genau richtig :D
    Genieß es, wer weiß wann die nächste Pause kommt :(
    Liebe Grüße,
    Lyrica

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  6. Oh ja, genau, du sprichst mir aus der Seele. Dieses "Das Schreiben bringt mich in meinem Leben" Tief hat bei mir recht lange angedauert, weil ich eben auch nicht veröffentlichen kann/möchte - daran möchte ich mein Hobby einfach nicht festmachen. Aber als ich realisiert habe, dass diese Leidenschaft allein es schon wert ist, ausgeführt zu werden, weil sie mir seelischen Frieden bereitet, war ich nicht mehr zu stoppen. Das ist ein echt tolles Gefühl, finde ich auch.

    :D

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  7. Es tut richtig gut, verstanden zu werden und das Gefühl zu haben, jemand kennt die eigenen verkorksten Gedankengänge, deswegen bin ich froh, dass es deinen Blog gibt :)
    Es gibt einfach kein besseres Gefühl, als diesen Moment, wo du genau fühlst, dass du den perfekten Satz zu Papier gebracht hast. :)

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  8. Ah, da kann ich dir bei beiden Dingen vollkommen zustimmen. Ich selbst fühle mich mit meinen Ansichten einfach sehr oft einsam oder missverstanden; auch unter anderen Autoren, die oft der Meinung sind, wenn man nichts veröffentlicht, dann ist man auch kein richtiger Autor. Deswegen freut es mich echt, dass du es verstehst :) <3

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  9. Letztendlich schreibt man doch, um dieses innere Gefühl der Unruhe und diese lästige Stimme im Kopf, die vor lauter Ideen kaum richtig sprechen kann, endlich loszuwerden und weil diese Befreiung einen fliegen lässt.
    Klar, wäre es schön, wenn andere genauso begeistert von meinem Werk sind wie ich selbst, aber darum geht es ja nicht in erster Linie. Es fühlt sich falsch an, für andere zu schreiben. Zumindest für mich.
    Ich rede eigentlich mit niemandem über das Schreiben, weil niemand das wirklich zu verstehen scheint und für die meisten ist es das langweiligste Hobby, was es gibt... da halt ich lieber meinen Mund^^
    Aber es ist schön, dass man sich hier austauschen kann :D

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  10. Ach, da kann ich wirklich nichts mehr anfügen - du sprichst mir so so sehr aus dem Herzen. Hach :)
    Es stimmt, dass es schon toll ist, sich so wenigstens im Internet darüber austauschen zu können, ja. Im realen Leben wird das Hobby ja immer sehr skeptisch beäugt, ich spreche darüber mit Freunden eigentlich auch so gut wie nie. Nur wenn ich getrunken habe; viel viel getrunken :D

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  11. Heiße Schoki ist ein Muss!
    Genauso wie im Schnee tollen, Kerzen zünden, Kuschelmusik hören, Gedanken hängen lassen, träumen...
    und ganz dick eingekuschelt! :)
    Viel Erfolg..
    LG

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  12. Können ja immer mal wieder drüber quatschen, wenn du magst :)

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  13. ²Zyx: Stimmt, absolut. Vielen lieben dank <3

    ²Lyrica: Immer wieder gern! :D

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Ich bin Marie Graßhoff, 26. Autorin, Bloggerin, Designerin, Booknerd & Social Media Mensch. Verfolgt mich auf meinem Weg durch die Welt und lasst euch in das Märchen meines Lebens entführen.

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