Nichts mehr


Und irgendwann zerbrechen wir an den stillen Träumen, die das Leben leise und unbewusst in unser Herz gesetzt hat; an den Hoffnungen, die wir selbst nie zu sprechen wagten, aus Angst, sie so zu zerbrechen. Irgendwann spült die Wahrheit uns an den Strand der Erkenntnis und wir sehen, dass alles für nichts ist. Dass immer alles für nichts war, auch wenn es so viel zu bedeuten schien. Was habe ich aus meiner Seele geschnitten, um das schaffen zu können, was ich geschaffen habe? Was habe ich für Tränen vergossen, als ich sah, dass all das Herzblut umsonst vergossen wurde.
Es hat mich niemand niedergeschmettert; kein Mensch, der nicht ich selbst gewesen wäre. Am Ende bin ich das einzige Maß, in dem ich messen kann. So viel Grau vor den Augen, wo nur Licht und Zufriedenheit sein sollte. So viele Erwartungen, die ich nie werde erfüllen können. So viele Leben, die ich nie werde leben können, wenn ich mich an dieses eine kette, das mir so viel bedeutet.
Manchmal frage ich mich, wie ich leben soll, wenn ich den ganzen Tag nur dieser einen Leidenschaft widme, für die sich niemand interessiert. Und manchmal frage ich mich, wie ich das Leben überstehen soll, wenn ich es nicht tue.
All das erdrückt mich. Es erdrückt mich ...
Vielleicht sollten wir loslassen lernen.

5 Kommentare:

  1. Wow. Genau das gleiche schwirrt mir auch öfter durch den Kopf... Gut zu wissen, dass ich damit nicht allein bin.
    Liebe Grüße,
    Lyrica

    AntwortenLöschen
  2. Die meisten Künstler mussten für Anerkennung kämpfen. Nur wenige hatten das Glück, das was ihnen zustand sofort zu bekommen. Viele kämpfen ein Leben lang weil sie einfach nicht anders leben können, und auch du wirst nicht glücklicher wenn du loslässt.

    Ich habe einmal alles aufgegeben und dann war mein Leben absolut leer. Jetzt weiß ich, dass etwas zu versuchen immer noch besser ist als einfach aufzugeben. Ich schreibe jetzt wieder und bin so glücklich wie schon lange nicht mehr. Im Moment will ich gar nicht erst daran denken, was passiert, wenn ich fertig ist....wie ich mich fühlen werde, wenn keiner meine Arbeit würdigen wird. Aber ich denke, dann werde ich einfach weiter schreiben und versuche von Mal zu Mal besser zu werden.

    Du hast immerhin deine Fans und wir alle wissen was in die steckt. Wir alle stehen hinter dir und bist nicht alleine, auch wenn deine Familie dir manchmal dieses Gefühl gibt...sie verstehen einfach nicht, wie es ist, für Träume zu leben...

    Kopf hoch!!!

    lg
    Zeilenreisende

    AntwortenLöschen
  3. Weißt du, dass ich mich gerade total mit dir identifiziere??

    Aber, bitte bleib dran, du schreibst einfach nur wunderschön, ich freue mich immer auf jeden einzelnen Post!! :)

    AntwortenLöschen
  4. Wunderschöne Worte! Hör bitte nicht auf zu schreiben!

    AntwortenLöschen
  5. Vielen lieben Dank an euch alle. Es freut mich, dass ihr es teilweise auch verstehen könnt. Heute geht es mir zum Glück auch schon wieder etwas besser, dank all der tollen Menschen, die mich aufgemuntert haben.

    Danke <3

    AntwortenLöschen

 

Lernt mich kennen

Ich bin Marie Graßhoff, 26. Autorin, Bloggerin, Designerin, Booknerd & Social Media Mensch. Verfolgt mich auf meinem Weg durch die Welt und lasst euch in das Märchen meines Lebens entführen.

Erinnerungen

Die Bücher

Aufrufe

Instagram

Follower