Als könnte mich noch etwas retten

Egal, an was ich denke, am Ende küsst das Leben nur den Tod und das Verderben. Als könnte mich noch hier etwas retten, lebe ich in den Tag hinein und werde mir viel öfter darüber klar, dass ich es nicht schlimm finden würde, all das zu zerstören, mich selbst wegzuwerfen, für zumindest jetzt noch einige wenige Momente an Freude und Frohsinn. Die Trübheit, in der ich versinke, führt zu nichts, diese Tränen sind so sinnlos. Ich will mich im Rausch verlieren, für immer, in den Farben und den Halluzinationen, in den Bildern, die mir diese Welt nicht bieten kann. Ich will mir das Herz aus der Brust reißen und hoffen, dass es zumindest in diesen letzten Sekunden noch in der Lage ist, Liebe zu empfinden, denn auf einem anderen Wege hätte es sie nie empfunden.
Was kann uns noch die Augen öffnen? Am Ende sind wir nur kleine Wesen in einer kleinen Welt und hier will ich nicht versinken. Ich will aufgehen, jetzt, ein einziges mal und danach nie wieder sein, um nichts bereuen zu können. 
Es wäre kein Verlust, dieses schäbige Leben im Rausch zu beenden. Es wäre kein Verlust.

8 Kommentare:

  1. Meine liebe Marie,

    ich kenne schwermütige Gedanken und lähmende Trostlosigkeit nur allzu gut. Trotzdem kann ich nur hoffen, dass Du nicht wirklich so denkst und fühlst ... Das Leben ist wertvoll. DU bist wertvoll.

    Wie Du weißt, ist mein jüngerer Bruder tödlich verunglückt. Er hatte keine Wahl. Leider.

    Fühl Dich ganz fest umarmt! ♡ ♡ ♡
    Kristina

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    1. Vielen lieben Dank für deine lieben Worte, Kristina.
      Heute geht es mir schon wieder besser als zu der Zeit, als ich den Eintrag verfasst habe, aber dort ging es mir einfach schlecht und dieses Gefühl ist noch immer nicht vorbei. Manchmal habe ich das Gefühl gar nicht mehr richtig mit meinem Leben klarzukommen. Und manchmal sehe ich nur noch wenig, für dass es sich zu leben lohnt. Und auch nur wenige, denen mein Leben etwas bedeutet.

      Aber wie gesagt, inzwischen geht es mir schon wieder etwas besser. Vielen Dank!

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  2. Argh, und weil es so wahr ist und mein Denken haargenau reflektiert, tut es beim Lesen so weh.
    Ich hab dich lieb, das weißt du, ich hoffe, es geht dir bald besser, ich kann dich nicht traurig sehen, aber ich weiß, wie das ist, so zu fühlen. So finster alles. Und doch geht es mir einfach ... genau SO und nicht anders.

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    1. Ach, es freut mich, dass du es irgendwie verstehen kannst, auch wenn es traurig ist und ich wünschte, es wäre nicht so. Ich hab dich auch lieb <3 Und inzwischen ist es auch schon wieder etwas besser, auch wenn ich bezweifle, dass die Wunden demnächst noch verheilen, noch schmerzt das alles einfach zu sehr.

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  3. Ohje..bei mir gibt es auch immer öfter solche Zeiten, in denen ich mich genauso fühle. Ich hab auch schon mehrmals mit dem Gedanken gespielt und dachte dann aber immer wieder: "Das kannst du nicht bringen, anderen geht's noch schlechter wie dir, du willst doch noch so viel erleben!" Irgendwann geht's mir dann wieder besser und ich bin froh, dass ich's nicht getan habe :)
    Kopf hoch, das wird wieder, solche Zeiten kommen und gehen, das gehört zum Leben doch irgendwie dazu!

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    1. Ja, genau das sage ich mir dann auch immer. Auch wenn der Fakt, dass es anderen schlechter geht, es mich mich selten besser macht, eher fühle ich mich noch schlechter, dass ich ab und an so dazu neige, mich meinem Selbstmitleid hinzugeben. Aber es stimmt, irgendwann kommen wieder bessere Zeiten und bisher hatte ich zum Glück immer Freunde um mich, die es irgendwie geschafft haben, mich wieder aufzumuntern.
      Vielen Dank für deine lieben lieben Worte :')

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  4. oh, und was für ein Verlust es wäre!
    Ich kenne diese Gedanken leider sehr gut, aber dann? Es ist so mühseelig. Im Moment will ich Leben, will die Welt erleben und frei sein. Ein freies Herz, ein freier Verstand...und dein Verstand entwickelt so wunderbare Welten!
    Fühl dich umarmt und sag deinem Lieben, dass du Aufmerksamkeit und Zuneigung brauchst. Das hilft bei mir immer (:

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    1. Danke, das ist so so lieb von dir. Ich weiß, dass man diese Gedanken manchmal aus Außenstehender nicht begreifen kann, wenn man selbst nie in der Lage war, denn das Leben ist schön und bunt. Und das weiß ich meistens auch. Und ich weiß, dass ich in einigen Wochen sicher darüber lachen werde, dass ich mich heute so meinem Selbstmitleid hingegeben habe, aber ich kann es beim besten Willen nicht ändern. Manchmal ist es so schwer, ja.

      Aber es geht mir schon ein kleines bisschen besser. Vielen Dank für deine lieben Worte und deine Umarmung! Danke!

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Lernt mich kennen

Ich bin Marie Graßhoff, 26. Autorin, Bloggerin, Designerin, Booknerd & Social Media Mensch. Verfolgt mich auf meinem Weg durch die Welt und lasst euch in das Märchen meines Lebens entführen.

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