Goldblut

Goldblut

Wenn Farbgewirr die Augen frisst,
schläft Ewigkeit verlassen.
Moment, Verlangen,
die Sterne fangen.
Wir suchen Diesseits, das vergisst.

Und wo die Engelschöre sangen,
ist heute nur ein leerer Dom.
Verwirrtes Licht
so lang vergessen,
dass niemand mehr von Trauer spricht.
Die Seele bricht.

Wie konnten wir von Liebe singen,
als Blut aus unsrer Kehle tropfte?
Wie konnten wir um Wahrheit bangen,
als Wirklichkeit an Türen klopfte?

Und die Wunden, ach so teuer,
ach so schön,
wie Dunkelheit sie sanft verdeckte.
Wir trauern um das Ungeheuer,
das sie schlug -
das Leben in uns weckte.



Ein sehr persönliches Gedicht von mir, heute entstanden. Ich möchte es trotzdem gern herzeigen und hoffe, dass es vielleicht dem ein oder anderen zusagt. Ich habe lange keine Lyrik mehr geschrieben.

14 Kommentare:

  1. Oh Marie,

    ein wundervolles, wenn auch schweres Gedicht. Schwer nicht im Sinne von kompliziert sondern eher schwermütig.
    Ich möchte es jetzt nicht eingehend analysieren, dir nur sagen: Kopf hoch! <3

    Liebe Grüße,
    Tin

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    1. Oh, vielen lieben Dank für deine Worte. Es freut mich, dass dir das Gedicht gefällt, auch wenn es sehr schwermütig und auch leider sehr sehr persönlich ist. Aber ich versuche, den Kopf oben zu halten, ja. Danke :')

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  2. Unglaublich berührend und intensiv, liebe Marie!

    Sei herzlich gegrüßt und gedrückt ... ♡

    Kristina

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    1. Vielen vielen Dank, das freut mich so sehr. Danke, liebe Kristina, auch für deine Umarmung!

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  3. Ich überlege gerade, ob du nicht vielleicht sogar besser im Gedichte als im Texte Schreiben bist... Das ist es der Wahnsinn.
    Liebe Grüße
    Leo :)

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    1. Gedichte schreibe ich auch schon seit ich denken kann - viel lieber als Texte, deswegen macht es mir meist auch mehr Spaß. Freut mich sehr, dass es dir gefallen hat, danke für dein Lob.
      Vielen Dank!

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  4. Wow, wie schön <3 Werde deinem Blog jetzt folgen ;) Mach unbedingt weiter so ;)
    LG ♥ Charlie

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    1. Oh vielen vielen Dank! Das freut mich wirklich sehr. Danke :)

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  5. Wow, ein wirklich schönes Gedicht. Ich musste es gleich zweimal lesen. Aber von dir hätte ich auch nichts Anderes erwartet. Ich bin von allem begeistert, das du schreibst.

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    1. Oh Gott, vielen dank für das riesige Lob, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Danke ._.

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  6. Ich spüre unendliche Traurigkeit hinter diesen Zeilen.
    Vergangenheit und Zukunft, alles liegt in diesen Worten, die im Grunde eines beherbigen:
    Zaghaftes Suchen nach dem "Heute".
    Ich mag dieses Poem,
    Grüße von
    Poetikon~

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    1. Danke fürs Lesen und für deine lieben Worte, das bedeutet mir wirklich sehr viel. Danke :)

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  7. Hey Marie,

    ich hab das Gedicht ja schon im Forum gesehen, aber ich äußere mich mal auf diesem Wege dazu. Ich finde es wirklich sehr gut geschrieben, man bemerkt den Zwiespalt und die tausenden Gedanken, die einem durch den Kopf gehen durch die ungleichen Zeilenanzahl der Strophen und dadurch, dass sie sich nicht unbedingt reimen, was ich nicht schlimm finde. Die Worte sind klasse gewählt und ich merke nicht, dass du lange keine Lyrik geschrieben hast :)

    Ich hoffe auch, dass es dir bald wieder besser geht!

    Liebe Grüße

    Kora

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    1. Oh, tausend Dank für deinen lieben Kommentar, Kora, ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll. Es freut mich wirklich sehr, dass dir das Gedicht so gut gefällt, damit hätte ich gar nicht gerechnet, weil es innerhalb so kurzer Zeit entstanden ist. Deswegen kann ich mich einfach nur freuen und bedanken :')

      Ich hoffe auch, dass es bald wieder besser geht. Danke!

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Lernt mich kennen

Ich bin Marie Graßhoff, 26. Autorin, Bloggerin, Designerin, Booknerd & Social Media Mensch. Verfolgt mich auf meinem Weg durch die Welt und lasst euch in das Märchen meines Lebens entführen.

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