Nur dankbar


Eigentlich hatte ich nicht vor, heute noch einen Blogeintrag zu schreiben, aber aus gegebenem Anlass tue ich es doch. Da ist man mal für ein Wochenende weg, kommt wieder und schon hat man über 100 Follower. Womit habe ich das verdient? Als ich den Blog hier eröffnet habe, hatte ich eigentlich nie dermaßen große Zahlen im Sinn - klar, für einige mag das nicht viel sein, aber dafür, dass ich hier nur meine persönlichen Gedanken und Emotionen sammle, finde ich die Zahl beachtlich und es ehrt mich sehr, dass so viele von euch Interesse an dem haben, was ich schreibe. Vielen lieben Dank, dass ihr mitlest und kommentiert, das bedeutet mir wirklich sehr sehr viel.

Leider habe ich keine tolle Aktion vorbereitet, weil ich gar nicht damit gerechnet hatte, an diesem Wochenende die 100 zu erreichen und ich hatte auch reichlich zu tun. Deswegen erzähle ich euch einfach, was ich Wundervolles und Beeindruckendes an diesem Wochenende erlebt habe.

Wie einige von euch vielleicht wissen, studiere ich nun im 5. Semester Buchwissenschaft. Buchwissenschaft, das gibt es nicht oft - nur 4 mal in Deutschland. Aber weil es perfekt zu meinen Interessen, zu meiner Leidenschaft und auch zu dem passt, was ich in Zukunft einmal tun möchte, bin ich weit weit von Zuhause weggezogen, um mir diesen Wunsch zu erfüllen. Und deswegen ist es so, dass ich nur in den Ferien oder vielleicht zu besonderen Anlässen nach Hause fahre, immerhin dauert die Reise insgesamt immer 8 bis 9 Stunden. 

Dieses Wochenende bot sich einer dieser besonderen Anlässe, ein sehr besonderer sogar: Meine Großeltern feierten ihre Goldene Hochzeit. 50 Jahre verheiratet sein - vielleicht klingt es seltsam, aber ich fand diesen Anlass und die Feier dazu sehr berührend, schön und auch - wie gesagt - beeindruckend. Ich muss gestehen, dass ich mir um das Zusammenleben meiner Großeltern selten Gedanken gemacht habe, denn sie waren eben einfach immer da. Die liebsten, gutmütigsten und hilfsbereitesten Menschen, die ich kenne, immer bereit, jede Mühe auf sich zu nehmen und alles zu geben, damit es den Menschen in ihrer Umgebung gut geht, auch wenn sie beide selbst schon einiges Schlimmes erlebt haben und viel Schmerz erleiden mussten, in ihrem Leben. Sie waren immer für uns da.

Und es ist seltsam, wie schön es ist, sie jetzt zu sehen, nachdem mir klar geworden ist, wie lange sie sich schon kennen. Wie lange sie schon beieinander leben und sich trotzdem noch so lieben. Sicherlich nicht mehr wie am Anfang, aber wenn man neben den beiden sitzt, dann sieht und spürt man nur die Vertrautheit, die zwischen ihnen herrscht, die Harmonie und die Ausgeglichenheit. Opa, der gern mal etwas strenger ist und im Gegensatz dazu Oma, die liebste Seele der Welt, die immer verzeiht und nie nachtragend ist.
Die beiden sind schon zusammen, seitdem sie beide 15 Jahre alt sind. Und seitdem sie 20 sind, sind sie verheiratet und noch immer glücklich. Zusammen alt werden. Wer tut das heutzutage schon noch? Immer mehr Ehen werden geschieden, bevor sie überhaupt richtig begonnen haben, die Welt wird immer schneller und man nimmt sich kaum mehr Zeit für sich. 

Ich beneide meine Großeltern etwas. Ich gönne ihnen alles, was sie haben und noch mehr, aber ich beneide sie, dass sie in dieser Welt, in der wir leben, einen so dauerhaften Halt gefunden haben, einen sprichwörtlichen Fels in der Brandung, auf den sie sich nun schon über ein halbes Jahrhundert lang schon verlassen können. Wer hat das heute schon noch? Das sind die Gedanken, die dieses Fest voller Freude in mir zurückgelassen hat.

Sonst ist da nur die lange Zugfahrt, die mir wieder sehr gefallen hat, denn so anstrengend und lang die Reise auch sein mag, ich liebe Zugfahrten. Ich habe 2 Bücher gelesen, die ich hier demnächst vorstellen werde, habe geschrieben und wie immer mehr Kaffee getrunken als gesund ist, bin über schier endlos lange Bahngleise gelaufen und habe die Entfernung genossen. Manchmal liebe ich es, wenn Züge Verspätung haben, weil ich dann die Stadt erkunden oder vollkommen neue Routen fahren kann. Seltsame Sache, diese weiten Reisen. Aber ich merke, ich schweife ab. Irgendwann heute Nach oder morgen gibt es dann die Rezension zu "Aleph" von Paulo Coelho. Bis dann kann ich euch allen nur einen wundervollen Abend und eine gute Nacht wünschen. Und mich nur noch einmal bedanken, dass ihr hier Leser seid ♥

8 Kommentare:

  1. das ist wirklich ein toller Anlass. Ich habe fast das Gefühl, Du beschreibst meine Großeltern. Sie haben vor 4 Jahren ihre goldene Hochzeit gefeiert. Ich liebe meine Großeltern sehr! Und ich beneide sie auch darum. Es war ein Kindheitstraum, der eine Mann für's Leben...aber darüber muss ich noch nicht nachdenken. Will ich auch nicht.
    Was genau ist das denn für ein Studium und was kann man damit machen? o:
    Noch einen schönen Sonntagabend
    Belora

    und außerdem: Herzlichen Glückwunsch zu so vielen Lesern, Du verdienst es! (:

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  2. Hey ich liebe deinen Blog ♥ Lust auf gegenseitiges verfolgen? ♥Ich mach dann mal den Anfang :*

    www.lisaliebtfotos.blogspot.com

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  3. dein blog ist wirklich super!
    xx the cookies
    samecookiesdifferent.blogspot.com
    share the feeling
    visit <3

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  4. 50 jähriges Jubiläum, sehr toll :). Herzlichen Glückwunsch, das ist wirklich schön und was ganz besonderes. =)

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  5. wow, was deine großeltern haben möchte ich auch soooo unbedingt <3 wundervoll!

    das dilemma mit der brille kenn ich aber :D ich war auch immer der meinung dass mir die nicht stehen und dass ich ohne besser aussehe, aber seit die uni angefangen hat, trag ich sie immer öfter und lieber als kontaktlinsen. leider muss ich eins von beidem tragen, denn ich bin ohne was weitsicht angeht blind wie ein maulwurf.. :( und das schon seit ich 12 bin, also wurd's langsam zeit, dass ich mich anfreunde mit meinem nasenfahrrad xD
    wobei ich mir auf längere sicht auch so'ne laser-op vorstellen könnte :s einfach, weil es nicht schön ist, dass man immer was auf oder vor den augen haben muss :/

    ooh und ich find's gut, dass du an einer albumreview von lana del rey interessiert wärst, das album läuft bei mir rauf und runter, also werd ich mich die tage mal ans schreiben machen :D :)

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  6. Wow, das ist wirklich schön. Und ein bisschen beneide ich dich darum, dass du deine Großeltern gemeinsam erleben kannst. Mein einer Opa ist leider gestorben, bevor ich geboren wurde und meine Oma und mein anderer Opa sind geschieden, deshalb hatte ich nie wirklich so ein altes, glückliches Pärchen vor mir :] Aber was du erzählst klingt wirklich schön.
    Und glückwunsch zu den vielen Lesern! Die hast du aber auch verdient :D

    Mal sehen, wie das mit dem Abi wird. Mich würde es nicht wundern, wenn ich, wenn es wichtig wird, plötzlich etwas versage :]
    Entschieden hab ich mich für Ethnologie. Mit Geographie oder Rechtswissenschaft als Zweitfach :]

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  7. ich finde, man kann Dir sehr gut folgen! Und ich finde auch nicht, dass Du sonderlich abgedriftet bist (;
    Vielen Dank für Deinen Kommentar und Teilen Deiner Gedanken. Das freut mich sehr (:

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  8. Stimmt, bis zur goldenen Hochzeit kommen auch nicht viele :/ Meine Großeltern waren sogar so lange verheiratet, nur ist meine Mutter erst so spät geboren worden und ich auch, dass mein Großvater dann eben schon sehr alt war und gestorben ist :/
    Aber na ja, hätten meine Eltern geheiratet, hätten sie zu Silvester auch Silberhochzeit feiern können :D Das ist ja auch was sehr, sehr Tolles.

    Hm, also an der HU hier in Berlin sieht das alles sehr interessant aus - aber ich will mich vielleicht auch in Göttingen bewerben, weil der Studiengang dort auch sehr interessant klingt. Die FU in Berlin bietet einen ähnlichen Studiengang an, wo ich mich wahrscheinlich auch bewerben werde. Allerdings brauche ich da einen NC von 1,2 o____O
    Blöderweise haben viele Unis den Studiengang gar nicht, oder mit Schwerpunkten, die mir weniger gut gefallen. Oder die Nebenfächer interessieren mich nicht oder ähnliches. Deshalb ist meine Auswahl recht klein.

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Ich bin Marie Graßhoff, 26. Autorin, Bloggerin, Designerin, Booknerd & Social Media Mensch. Verfolgt mich auf meinem Weg durch die Welt und lasst euch in das Märchen meines Lebens entführen.

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