Stille, obwohl wir sprechen


Manchmal ist die Leere in der Seele so groß, dass nichts als Worte mehr den Mund verlassen. Kein Lächeln, keine Gefühle, nur stumpfe, schwere Worte, die für den Sprechenden noch weniger Bedeutung haben als für alle, die sie hören müssen. Manchmal frage ich mich, warum ich noch spreche, warum ich mir überhaupt die Mühe mache, so zu tun, als wäre alles in Ordnung. Warum spiele ich Menschen etwas vor, die mir nichts bedeuten, von denen es mir eigentlich egal ist, was sie von mir denken? Es ist mir egal, ob sie mich schwach finden, es ist mir egal, ob sie mich hassen und trotzdem kann ich nicht ehrlich sein. 
"Hey, wie geht es dir?"
"Ach, du kennst mich, mir gehts gut. Wie immer."
Ob jemandem aufgefallen ist, dass ich das schon fast seit dem Kindergarten immer sage? Ich weiß selbst nicht, warum. Manchmal denke ich, ich wäre wirklich ein Mensch ohne Probleme. An anderen Tagen denke ich, dass ich mich nur sehr gut selbst belügen kann. Und am Ende weiß ich nicht, ob ich zufrieden bin oder nicht. Und ob ich es jemals sein werde, wenn ich immer nur versuche zu lachen.


8 Kommentare:

  1. Oh ja, wie ich das kenne. Ich bin auch so verdammt gut mir selbst Dinge einzureden. Schrecklich. Und irgendwann steht man dann vor seinem großen Trümmerhaufen und ist entsetzt, was man alles an Probelemen hat. Verdammt gut geschrieben ;)

    Und ich danke dir auch für deine tollen Worte. Ehrlich, ich bin froh sie lesen zu können, dankeschön :) ♥♥

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  2. Aw, das kenn ich auch gut. Wobei ich das meistens sage, weil ich mit bestimmten Leuten über sowas einfach nicht reden will, weil es sie nichts angeht, weshalb ich mich schlecht fühle, weil ich weiß, dass es sie auch eigentlich gar nicht interessiert.
    Trotzdem sind diese Floskeln deprimierend :/
    Eigentlich hilft es ja dann irgendwie nur, Menschen zu haben, die es kümmert und denen man auch die Wahrheit sagen will. Weil man sich sonst wirklich etwas vormacht und das meistens erst zu spät bemerkt :/

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  3. Danke für das Verständnis, Liebes. Ich hasse es, so zu denken und zu fühlen, und eigentlich verabscheue ich es auch, mich so persönlich auf meinem Blog auszulassen, aber ich weiß einfach nicht mehr, wohin damit. Und richtig darüber reden kann ich auch nicht.
    Ich weiß, du verstehst das.

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  4. sehr, sehr ansprechender Text. Wunderbar geschrieben, auch wenn so viel Schmerz in den Worten liegt.
    Ich bin sehr froh, dass Du meinen Blog gefunden hast, sonst wäre ich vermutlich nie auf Deinen gestoßen, der so wunderschön ist. Ich finde Dein Layout ganz wunderbar! Es ist so viel schöner und ansprechender als meins.
    Danke, dass ich Deinen Blog ab jetzt lesen darf!
    Und natürlich ganz herzlichen Dank, dass Dir mein Blog gefällt, das ehrt mich sehr!
    Belora

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  5. oh nein, das klingt ja total ätzend :S
    Dann wünsche ich Dir natürlich eine schnelle, gute Besserung!
    Und viel...mh. Spaß würde jetzt böse klingen =( Du schaffst das morgen schon! Ich hatte letzten Samstag Tag der offenen Tür an der Schule und hatte normal Unterricht...aber was soll man machen, so ist das Leben (;
    Das klingt doof, aber es freut mich, dass Du Dich gefreut hast ^^
    Das sind so Kleinigkeiten, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern und diese miesen, dunklen Tage ein wenig aufhellen!
    Belora

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  6. Ich wünsch dir ganz viel Spaß beim Coelho lesen. Hoffentlich gefällt dir das Buch besser als mir. Aber auch so bin ich auf deine Meinung gespannt.
    Ja, stimmt, eigentlich ist es schon in den Fantasybereich zu packen. Wenn so etwas in Fantasybüchern vorkommt, dann macht mir das auch wenig aus - und da ist es ja dann meistens so, dass es Reinkarnationen oder ähnliches gibt, um die Geschichte interessanter zu gestalten. Manchmal hat es ja auch eine metaphorische Bedeutung. Aber bei Coelho war das alles so ernst gemeint, dass ich es gar nicht mehr ernst nehmen konnte :/

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  7. Heey, hab dich getaggt :D Keine Ahnung, ob das dein Ding ist, wenn nicht is es auch nicht schlimm ;D
    http://learntomakemistakes.blogspot.com/2012/01/der-etwas-andere-tag.html

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  8. Uff, jetzt übertreib mal nicht, ich werd ja noch ganz rot! :D

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Ich bin Marie Graßhoff, 26. Autorin, Bloggerin, Designerin, Booknerd & Social Media Mensch. Verfolgt mich auf meinem Weg durch die Welt und lasst euch in das Märchen meines Lebens entführen.

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