Wenn das Lächeln ausbleibt


Manchmal funktionieren wir einfach nicht richtig, denke ich. Da ist diese kleine Sache im Kopf, die sich Selbstverachtung nennt und sich einfach nicht abstellen lässt, die einfach nicht zulassen kann, dass wir sprechen, dass wir verstehen, dass wir diejenigen sind, die wir sind.
Wohin bringt uns das alles nur? 
Wenn wir nicht einmal merken, dass es Menschen um uns herum gibt, die uns achten, die uns respektieren, bewundern, die uns anlächeln, wenn sie sehen, dass es uns schlecht geht, die sich kümmern und sich sorgen. Nein, wir sehen sie nicht. Wir sehen nur diejenigen, die uns verachten, die uns böse Blicke zuwerfen, die uns ignorieren oder denen wir so egal sind, dass sie uns nicht einmal wahrnehmen. Sie sehen uns nicht, sind sich gar nicht darüber bewusst, dass ihre fehlenden Blicke, ihr fehlendes Lächeln eine so seltsame Leere hinterlässt.
Es ist so traurig, dass ich erst dich beobachten muss, um das zu erkennen. Du, die Person, für die ich so gern da wäre, aber es geht dir so schlecht, dass du mich in deiner kleinen, traurigen Welt gar nicht mehr wahrnehmen kannst, nur die Leere und die Ignoranz um dich herum. Wie gern würde ich dir sagen, dass das ausbleibende Lächeln der anderen dir egal sein kann, dass du meines und das deiner Freunde hast. Wie gern würde ich dir sagen, dass ich mich sorge. Wie gern würde ich deine Augen öffnen und dich wieder zum funktionieren bringen. Wie gern ...

5 Kommentare:

  1. so wahr und berührend. Es ist gar nicht einfach, helfende Hände zu sehen. Und manchmal will man auch einfach am Boden kleben und sich in Selbstmitleid suhlen. Jedenfalls geht es mir so. Ich lasse mir gar nicht helfen. Wirklich gesund ist das wohl auch nicht *seufz*
    Wundervoll geschrieben ♥

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  2. Danke für deine Worte!

    Also, Männer die auf Ziegen starren hat mich zugegebenermaßen auch verwirrt. Irgendwie ist es aber auch sowieso nicht die Art von Film, die ich ... mag. Würde ich sagen. ^.^ Aber na ja, um das herauszufinden, musste ich mir den Film auch erst ansehen. Der Trailer gefiel mir nämlich vorher sehr.

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  3. vielen dank! :)
    trotz sonne war es leider nicht besonders warm :D

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  4. so wahr deine worte. aber, glaube ich, erst ab einem bestimmten punkt. irgendwann gelangt man dort an, weil einen etwas (sei es auch etwas unbedeutend scheinendes, kleines) von innen dazu bringt, die welt nur in bestimmten aspekten wahrzunehmen. und davon wegzukommen ist so, so schwer.
    ich weiß nicht. ich schaffe es irgendwie immer noch, gute sachen zu sehen, selbst wenn es mir schlecht geht. aber wenn es mir schlecht geht, dann geht es mir wohl auch gar nicht SO schlecht :S

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Ich bin Marie Graßhoff, 26. Autorin, Bloggerin, Designerin, Booknerd & Social Media Mensch. Verfolgt mich auf meinem Weg durch die Welt und lasst euch in das Märchen meines Lebens entführen.

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