Rezension: Lewis Carroll - Alice im Wunderland

LEWIS CARROLL
ALICE IM WUNDERLAND



Taschenbuch: 135 Seiten
Verlag: Insel Verlag; Auflage: 2 (22. Februar 2010)
ISBN-10: 9783458353157
ISBN-13: 978-3458353157


INHALT

Mit einem sprechenden weißen Kaninchen fängt alles an ... Unversehens und kopfüber landet Alice im Wunderland, wo höchst merkwürdige Dinge geschehen und ihr allerlei wundersame Gestalten begegnen. Sie trinkt Tee mit dem verrückten Hutmacher, trifft Spielkarten, die zum Leben erweckt worden sind, und muss ein Duell der besonderen Art gegen die böse Herzkönigin austragen ...

Generationen von Lesern sind mit Alice und ihren Abenteuern im Wunderland herangewachsen; kein anderes Kinderbuch avancierte wie dieses zum Klassiker. Erschienen 1865 wurde es noch zu Lebzeiten des Autors zu einem ungeheuren Erfolg.


MEINE MEINUNG


Ich hatte "Alice im Wunderland" schon als Kind einmal gelesen, das war aber schon sehr lange her. Da ich trotzdem sehr eindrückliche Erinnerungen an dieses Buch hatte, war es für mich einfach an der Zeit, es noch einmal zu lesen. Und da ich dieses Buch schon vor einiger Zeit geschenkt bekommen hatte (:D), wollte ich es nun endlich einmal lesen.


Das sehr dünne Werk hatte ich in einer Bahnfahrt fast durchgelesen und ja, es hat mir sehr viele Erinnerungen von damals wiedergebracht. Die Edamer Katze, die Haselmaus, der Hutmacher, die Herzogin - alle waren wieder da, genau so seltsam und liebenswert, wie ich sie in Erinnerung hatte. Ein wundervoll surrealistisches Märchen, das größtenteils einfach nur erheiternd und beschwingt ist, nicht nur einmal zum Nachdenken anregt und die ganze Zeit über einfach so seltsam losgelöst von allen Regeln ist, dass man sich wahrlich nur daran erfreuen kann.


Die kleine Alice ist einfach süß, ab und an vielleicht etwas besserwisserisch, aber auch sehr kreativ und bereit, alles Neue irgendwie zu verstehen und aufzunehmen. Es macht Spaß, mit ihr all diese seltsamen und chaotischen Lebewesen kennenzulernen, die in einer Welt ohne Logik leben und oft doch sehr seltsame Ansichten über das Leben hegen.


Kann man einfach wunderbar lesen, sich daran erfreuen und genießen. Auch etwas für ganz kleine Kinder, finde ich, ich werde es mal meiner kleinen Schwester empfehlen. Ich wette, die hätte daran noch mehr Freude als ich.

6 Kommentare:

  1. Wenn man die Hintergeschichte von Alice und Lewis kennt, ist dieses "Märchen" viel interessanter und zweideutiger.
    Es ist allerdings Ansichtsache was man von dem Verhältnis zwischen der echten Alice und Lewis haltet. Ich glaube aber, dass zwischen den beiden nur eine platonische Beziehung herrschte. Obwohl mich das berühmte Foto der beiden doch misstrauisch macht ...
    Pädophil war er bestimmt, aber ich glaube nicht, dass er jemals wen schaden wollte, er war ja auch recht harmlos.

    Wie auch immer: Wenn man die Realität mit dieser Geschichte verbindet, öffnet sie einem ein neues Bild vom Wunderland ;)

    AntwortenLöschen
  2. Die Hintergrundgeschichte? Ich muss gestehen, dass ich mich mit so etwas gar nicht befasst hatte, von daher habe ich noch gar nichts davon gehört.

    Hm, also ich habe in diesem Buch nicht den geringsten Ansatz von Pädophilie oder etwas in der Art gefunden, es geht einfach nur um ein Mädchen, das durch ein wundersames Land reist. Ich denke nicht, dass daran eine Hintergrundinformation - und sei sie noch so verdorben - etwas ändern würde ^^

    AntwortenLöschen
  3. Doch, doch gibt es xD
    Man muss nur Lewis Biografie lesen.
    Alice war die Tochter eines engen Familienvertrauen von Lewis, den er oft besuchte. Sie hatte noch 2 ältere Schwester, mit denen er sehr oft spielte. Eines Tages nahm der Vater dieser Mädchen Lewis mit zu einer Bootsfahrt und da sich die Mädchen langweilten, baten sie Lewis um eine Geschichte, da er schon vor seinen Geschichten dafür bekannt war, ein außergewöhnlicher Geschichtenerzähler zu sein. Da er Alice von den drei Mädchen favorisierte, erfand er im Stehgreif die Geschichte der verträumten "Alice", die aus Versehen in ein Wunderland reist.
    Eine Zeit lang später bat Alice Lewis (sie war damals 10 oder 12 glaub ich), dass er die Geschichte für sie nieder schreiben solle. Dies tat er uhr zuliebe und illustrierte das Band sogar. Dieses erste Exemplar von "Alice's Adventure Under Ground" schenkte er der wahren Alice (eine Art Pfand seiner Liebe), das nach ihrem Tode einem Museum gegeben wurde.
    Alice und Lewis wechselten auch viele Briefe, die ihre Mutter aber verbrannte. Gerüchte besagen heute, es seien Liebesbriefe gewesen sein als Alice noch 12 war. Ich glaube, so weit meine Recherchen reichen, brodelte zwischen den beiden keinerlei Leidenschaft, sondern eine tiefe, intime Freundschaft wie die von Goethe und Schiller.
    Das ist so interessant, ich bin schon ganz hibbelig xDD

    Lewis wurde der Kontakt zu den Schwestern verboten, weil es schlimme Gerüchte bezüglich der sehr minderjährigen Alice oder ihrer älteren Schwester Ida(oder Ira, weiß nicht mehr). Zudem war Lewis ein bekannter Fotograf und zu seinen Motiven gehörten ausschließlich junge, nackte Mädchen (google it). Aber das verlief sauber, die Mütter dieser Mädchen waren immer am Set dabei, deswegen galt Lewis auch nicht wirklich als "Verbrecher" bla bla.
    Es gibt allerdings pikate Fotos von ihm und Alice, die ich hier aber nicht posten will.

    Also es steckt hinter einem Buch immer mehr als nur eine Idee. Das hat sich bis heute nie geändert. Wenn du schreibst, dann hat es ja auch einen persönlichen Grund, oder? ^^
    Wäre doch langweilig, ohne die Lebensgeschichte des Autors, besonders bei so einer skandalösen <3

    AntwortenLöschen
  4. Ich sage ja nicht, dass es keinen Hintergrund gibt, nur eben, dass er für mich keine Rolle spielt und dass ich trotzdem an dem Buch - an der Geschichte selbst - nichts Verdorbenes oder so finde. Es ist eben eine Geschichte :)

    Dass der Autor zu diesem Mädchen eine besondere Beziehung hatte, ist ja interessant! Danke, für die Ausführungen, da muss ich mich gleich mal genauer mit auseinandersetzen ;)

    Ich denke trotzdem, dass es meinen Blick auf das Märchen nicht ändert. Natürlich hat jeder Autor seine Geschichte, aber es ist ja gerade die Kunst, sich selbst hinter seinem Werk zurückzunehmen, und ihm nicht seine ganze Persönlichkeit aufzudrücken, wenn es keine Biografie werden soll.

    Ich finde die Sache, wie gesagt, sehr interessant, sie beeinflusst aber trotzdem nicht, wie ich die Geschichte allein wahrnehme, das sind für mich zwei getrennte Bereiche.

    =)

    AntwortenLöschen
  5. Dieses Buch steht schon so lange auf meiner Leseliste... Ich habe es auch hier zu Hause, allerdings nur auf Deutsch und ich hatte überlegt, es auf Englisch zu lesen. Kennst du die englische Fassung?
    Vielen Dank für deine Vorstellung auf jeden Fall, du hast mich dran erinnert, dass ich es noch lesen wollte und mich neugieriger gemacht, mit deiner Meinung :D
    Ach, und zu guter letzt: Ich hab dir einen Award verliehen. Den hattest du eindeutig verdient. Hier ist der Link:
    http://captain-cow.blogspot.com/2011/07/ehrung.html

    AntwortenLöschen
  6. Hier auch noch mal eine Antwort: Wow, danke für den Award! Ich freue mich unheimlich darüber, Mensch :')

    Zu Alice im Wunderland: Nein, die englische Fassung kenne ich nicht. Obwohl ich mir vorstellen kann, dass sie super ist, weil es viele Wortspiele und solche Dinge gibt. Die fand ich zwar in der Übersetzung teilweise auch sehr gut aufgegriffen, aber ich denke, in Englisch dürften sie noch besser sein :)

    AntwortenLöschen

 

Lernt mich kennen

Ich bin Marie Graßhoff, 26. Autorin, Bloggerin, Designerin, Booknerd & Social Media Mensch. Verfolgt mich auf meinem Weg durch die Welt und lasst euch in das Märchen meines Lebens entführen.

Erinnerungen

Die Bücher

Aufrufe

Instagram

Follower